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Smart City & IT-Strategie · KI · Daten · Kompetenz

KI in der Verwaltung: nützlich, prüfbar, rechtssicher

KI hilft dort, wo Daten sauber sind, Abläufe klar und Ergebnisse überprüfbar. Wir bewerten Einsatzfälle, machen Daten und Systeme KI-tauglich, betreiben Assistenten auf Wunsch auf eigener Infrastruktur und bauen KI-Kompetenz im Team auf.

Einsatzfälle bewerten

Nicht jede gute Idee ist ein guter Einsatzfall. Wir bewerten Vorschläge aus den Fachbereichen nach Nutzen, Datenlage, Risiko und Prüfbarkeit – und empfehlen, mit Fällen zu beginnen, bei denen ein Mensch das Ergebnis ohnehin prüft.

Beispiele, sortiert nach Einstiegshürde
EinsatzfallNutzenPrüfpfad
Alternativtexte, Zusammenfassungen, Leichte Sprache als EntwurfEntlastet Redaktionen, verbessert BarrierefreiheitRedaktion gibt frei
Barrierefreie DokumenteStruktur, Lesereihenfolge und Beschriftungen in PDF und WordAutomatische Prüfung nach PDF/UA plus Stichprobe
Suche und Assistent über Website, Ratsinfo und SatzungenAntworten mit Quellenangabe statt TrefferlisteJede Antwort verlinkt die Fundstelle
Vorsortieren von AnliegenMeldungen und E-Mails landen schneller bei der richtigen StelleMitarbeitende bestätigen oder korrigieren
Entscheidungen über LeistungenHoher Nutzen, aber hohes RisikoNur mit besonderer Prüfung – kann nach KI-Verordnung als Hochrisiko gelten

Daten und Systeme KI-tauglich machen

Die meisten KI-Vorhaben in Verwaltungen scheitern nicht am Modell, sondern daran, dass Daten verstreut, unbeschrieben oder falsch berechtigt sind. Deshalb hängt KI eng an der Zielarchitektur:

  • Inhalte mit Struktur: Leistungen, Satzungen, Vorlagen und Beschlüsse als Daten statt als eingescannte PDFs
  • Berechtigungen, die auch für den Assistenten gelten – er sieht nie mehr als die fragende Person
  • Schnittstellen, über die KI-Assistenten Daten lesen dürfen, etwa nach dem Model Context Protocol (MCP)
  • Barrierefreie Dokumente – sie sind zugleich besser maschinenlesbar

Wo die Modelle laufen

Auch für KI gilt: Cloud first, nicht Cloud only. Für öffentliche Inhalte sind Dienste großer Anbieter mit Auftragsverarbeitung und Rechenzentren in der EU oft vertretbar. Für vertrauliche oder personenbezogene Daten empfehlen wir Modelle auf eigener oder souveräner Infrastruktur. Entscheidend ist, dass die Anwendung den Anbieter wechseln kann, ohne neu gebaut zu werden.

Regeln, die im Alltag helfen

Eine KI-Leitlinie für die Verwaltung muss nicht lang sein. Sie sollte beantworten, welche Dienste erlaubt sind, welche Daten hineindürfen, wer Ergebnisse prüft und wie KI-Einsatz gekennzeichnet wird. Wir entwerfen sie gemeinsam mit Datenschutz, Informationssicherheit und Personalrat.

KI-Kompetenz im Team

  • Grundlagen für alle Mitarbeitenden: Was KI kann, wo sie Fehler macht, was nicht hineingehört
  • Vertiefung für Redaktionen, Sachbearbeitung und Führungskräfte – an den eigenen Aufgaben
  • Microsoft 365 Copilot sinnvoll einführen – von einem Microsoft Certified Trainer
  • Für Entwicklungsteams: Retrieval, Bewertung von Antworten, sichere Anbindung an Fachverfahren

So sieht das bei uns aus

DokAudit (öffnet in neuem Fenster) nutzt KI dort, wo sie zuverlässig hilft – etwa bei Alternativtexten und Lesereihenfolge – und prüft jedes Ergebnis automatisch nach PDF/UA. Was die KI nicht sicher beheben kann, wird als offener Befund gemeldet statt still übergangen.